AGB

Versteigerungsbedingungen in der Fassung vom 01.11.2011

Mit der Teilnahme an der Versteigerung, gleich ob im Wege persönlicher, telefonischer, schriftlicher, fernschriftlicher oder elektronischer Teilnahme, werden folgende Bedingungen anerkannt; die Bedingungen gelten für alle Auktionen und die zugehörigen verbundenen Geschäfte, den Verkauf sowie die Einlieferung. Gegenüber den Einlieferungsbedingungen haben diese Vorschriften Vorrang, soweit sie den gleichen Sachverhalt regeln; im Übrigen ergänzen die Versteigerungsbedingungen die Einlieferungsbedingungen:

Katalog und Beschaffenheit

1. Das Auktionshaus Kloss, Rosenthaler Str. 16, 13127 Berlin versteigert in öffentlicher Versteigerung gemäß § 383 Abs. 3 S. 1 BGB im Namen und für Rechnung der Einlieferer (Agent). Die Versteigerung erfolgt freiwillig. Jeder Auftraggeber erhält eine Nummer, so dass aus dem Einlieferungsverzeichnis zu erkennen ist, welche Gegenstände von welchem Auftraggeber eingeliefert wurden.

2. Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Gegenstände sind ausnahmslos gebraucht und haben einen ihrem Alter und ihrer Herkunft entsprechenden Erhaltungszustand. Sie können im Rahmen der Vorbesichtigung geprüft und besichtigt werden. Die Angaben im Katalog und in anderen Präsentationsformen (z.B. Internet), die in der Regel auf Angaben der Einbringer beruhen, werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Sie sind keine zugesicherten Eigenschaften im Sinne der §§ 459 ff. BGB, sondern grundsätzlich als Meinungsäußerung und nicht als Tatsachenbehauptung anzusehen. Auskünfte jedweder Art, sei es mündlich oder schriftlich, bringen lediglich eine subjektive Einschätzung des Auktionshauses zum Ausdruck und sind keine abweichende Individualabrede, Garantie- oder Beschaffenheitsvereinbarung. Werden zusätzlich zu dem Katalog noch andere Präsentationsformen genutzt, sind dennoch nur die im Katalog enthaltenen textlichen Angaben, nicht hingegen Abbildungen, maßgeblich. Es bleibt vorbehalten, Katalogangaben in der Auktion zu berichtigen.
Der Erhaltungszustand wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt, so dass fehlende Angaben ebenfalls keine Beschaffenheitsvereinbarung begründen. Beschädigungen finden im Katalog nur Erwähnung, wenn sie nach Einschätzung des Versteigerers den optischen Gesamteindruck des Versteigerungsobjekts deutlich beeinträchtigen. Insoweit ergibt sich aus fehlenden Hinweisen auf Reparaturen, Restaurierungen, Ergänzungen oder sonstigen Maßnahmen am Versteigerungsobjekt nicht, dass sich die Sache in einem perfekten Zustand befindet. Gegenstände von geringem Wert können als Konvolute außerhalb des Katalogs versteigert werden.

Haftung und Verjährung

3.Eine Haftung des Versteigerers wegen etwaiger offener oder versteckter Mängel, wegen Verlust oder Beschädigung des versteigerten Objekts wird ausdrücklich ausgeschlossen, sofern eine gesetzliche Haftung nicht zwingend vorgeschrieben ist. Schadensersatzansprüche gegen den Versteigerer wegen Rechts- und Sachmängeln sowie aus sonstigen Rechtsgründen, inklusive Ersatz vergeblicher Aufwendungen sowie Ersatz von Gutachterkosten, sind ausgeschlossen, soweit sie nicht auf vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Handeln des Versteigerers beruhen oder ihre Ursache in der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit haben. Die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ist betragsmäßig begrenzt auf die Höhe des jeweiligen Zuschlags. Für einfach fahrlässiges Verhalten des Versteigerers und der Personen, für die er einzutreten hat, besteht nur dann eine Haftung, wenn dieses die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten betrifft.

4. Gegenstände, die dem Versteigerer gehören, werden im Katalog und Versteigerungsverzeichnis gesondert aufgeführt und als solche gekennzeichnet.

5. Der Versteigerer erklärt sich bereit, unverzüglich vorgenommene begründete Rügen des Käufers an den Einlieferer der bemängelten Sache weiterzuleiten.

6. Alle Ansprüche gegen das Auktionshaus wegen gebrauchter Sachen verjähren 1 Jahr nach Übergabe des zugeschlagenen Objektes, soweit sie nicht auf einer vorsätzlichen Rechtsverletzung beruhen oder gesetzlich zwingend längere Verjährungsfristen vorgeschrieben sind. Soweit der Erwerber Kaufmann, Gewerbetreibender oder Freiberufler ist, verjähren die Gewährleistungsansprüche in 6 Monaten nach dem Tag des Zuschlages. Ausgenommen von der verkürzten Verjährung sind Ansprüche, die ihre Ursache in der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit haben.

Ablauf der Versteigerung

7. Maßgeblich ist bei Geboten jeder Art ist die im Gebot genannte Katalognummer. Der Versteigerer hat das Recht, Nummern zu trennen oder zu vereinen, außerhalb der Reihe anzubieten oder zurückzuziehen.

8. Ebenso kann er Gebote ohne Begründung ablehnen; dies gilt insbesondere dann, wenn ein Bieter, der dem Versteigerer nicht bekannt ist, mit ihm eine Geschäftsverbindung noch nicht besteht, oder der Bieter nicht spätestens bis zum Ende der Versteigerung Sicherheit leistet. Ein Anspruch auf Annahme eines Gebotes besteht auch im Falle der Sicherheitsleistung nicht. Wird ein Gebot abgelehnt, bleibt das unmittelbar vorher abgegebene Gebot verbindlich. Geben mehrere Personen das gleiche Gebot ab, so erhält das zuerst abgegebene Gebot den Zuschlag. Besteht Uneinigkeit über einen Zuschlag, so kann der Versteigerer nach freiem Ermessen den Zuschlag sofort zu Gunsten eines bestimmten Bieters wiederholen oder den Gegenstand nochmals aufrufen. Ein Anspruch auf Zuschlagserteilung besteht nicht.Ein Gebot erlischt außer im Falle seiner Ablehnung durch den Versteigerer dann, wenn die Versteigerung ohne Erteilung des Zuschlags geschlossen wird oder wenn der Versteigerer den Gegenstand erneut aufruft; ein Gebot erlischt nicht durch ein nachfolgendes unwirksames Übergebot.

9.Alle Gebote gelten als vom Bieter im eigenen Namen und für eigene Rechnung abgegeben. Will ein Bieter Gebote im Namen eines Dritten abgeben, muss er dies vor Versteigerungsbeginn unter Nennung von Namen und Anschrift des vertretenen und einer schriftlichen Vollmacht mitteilen, ansonsten wird er selbst verpflichtet.

10. Der Aufruf beginnt in der Regel zu dem im Katalog angegebenen Preis. Im Katalog angegebene Schätzpreise sind keine Mindest- oder Höchstpreise, sondern dienen nur als Anhaltspunkt für den Verkehrswert der Gegenstände ohne Gewähr für die Richtigkeit. Ist im Katalog kein Preis angegeben, beginnt der Aufruf mit dem vom Versteigerer geschätzten Richtpreis, es sei denn, dass bereits höhere schriftliche Gebote vorliegen oder dass der Versteigerer mit dem Einlieferer einen Mindestzuschlagpreis von mehr als 50 % des Schätzpreises vereinbart hat. Die Steigerungsstufen liegen im Ermessen des Versteigerers, im Allgemeinen um 10 % des vorangegangenen Gebots.

11. Gebote können persönlich im Auktionssaal sowie bei Abwesenheit schriftlich, telefonisch oder, soweit das Auktionshaus Kloss eine zugelassene Plattform im Internet angegeben hat, online abgegeben werden. Schriftliche Gebote müssen spätestens am Tag vor der Versteigerung eingegangen seien und den Gegenstand unter Aufführung der Katalognummer, des gebotenen Preises, der sich als Zuschlagspreis ohne Aufgeld und Mehrwertsteuer versteht, benennen. Bei schriftlichen Geboten beauftragt der Bieter den Versteigerer, für ihn Gebote abzugeben. Unklarheiten oder Ungenauigkeiten gehen zu Lasten des Bieters. Der Versteigerer ist nicht verpflichtet, den schriftlichen Bieter von der Nichtberücksichtigung seines Gebotes in Kenntnis zu setzen. Jedes schriftliche Gebot wird vom Versteigerer nur mit dem Betrag in Anspruch genommen, der erforderlich ist, um andere Gebote zu überbieten. Bei telefonischen Geboten wird ein im Auktionssaal anwesender Telefonist beauftragt, nach Anweisung des zuvor identifizierten Bieters Angebote abzugeben. Die telefonischen Angebote sind bindend und stehen im Saal abgegebenen Geboten gleich. In dem telefonisch abgegebenen Gebot sind das Aufgeld, die gesetzliche Mehrwertsteuer oder andere Kosten nicht enthalten. Telefonische Gebote können vom Auktionshaus Kloss aufgezeichnet werden. Mit dem Antrag zum telefonischen Bieten erklärt sich der Antragsteller mit den Versteigerungsbedingungen und der Aufzeichnung von Telefongesprächen einverstanden. Das Auktionshaus haftet nicht für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung von Telekommunikationsverbindungen oder für Übermittlungsfehler.

12. Internet-Gebote können sowohl als Vorgebote vor Beginn einer Versteigerung als auch als Live-Gebote während einer im Internet live übertragenen Versteigerung nach Maßgabe der vorliegenden Versteigerungsbedingungen abgegeben werden. Gebote die während einer laufenden Versteigerung via Internet eingehen, werden nur dann berücksichtigt, wenn es sich um eine Live im Internet übertragene Versteigerung handelt. Im Übrigen sind Internet-Gebote nur dann zulässig, wenn der Bieter vom Auktionshaus Kloss zum Bieten über das Internet durch Zusendung eines Nutzernamens und eines Passwortes zugelassen worden ist und die Gebote auch zweifelsfrei zugeordnet werden können. Die über das Internet übertragenen Gebote werden elektronisch protokolliert. Live-Gebote werden wie Gebote aus dem Auktionssaal behandelt.

13. Das Widerrufs- und Rückgaberecht nach Maßgabe des Rechts für Fernabsatzverträge findet auf Schrift-, Telefon- und Internetgebote keine Anwendung.

14. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den Meistbietenden. Wird das zuvor gesetzte Limit nicht erreicht, sondern unter Vorbehalt zugeschlagen, so bleibt der Bieter für vier Wochen an sein Gebot gebunden. Wird ein Vorbehalt durch den Einlieferer nicht genehmigt oder bietet jemand das Limit, kann das in der Katalognummer bezeichnete Versteigerungsobjekt ohne Rückfrage bei dem Bieter des Vorbehalts an einen höheren Bieter abgegeben werden. Es ist Sache des Bieters, sich über die Genehmigung seines Gebots zu informieren. Ein Zuschlag unter Vorbehalt ist auch möglich, wenn rechtliche oder tatsächliche Zweifel bei einem Objekt während der Auktion angemeldet werden. Wenn trotz abgegebenen Gebots kein Zuschlag erteilt wird, haftet der Versteigerer dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Hat der Versteigerer ein höheres Gebot übersehen oder bestehende Zweifel über den Zuschlag, kann er bis zum Abschluss der Auktion nach seiner Wahl den Zuschlag zu Gunsten eines bestimmten Gebietes wiederholen oder den Gegenstand erneut aus bieten; in diesen Fällen wird ein vorangegangener Zuschlag unwirksam.

15. Der Nachverkauf ist Teil der Versteigerung. Bei Nachgeboten kommt ein Vertrag erst zustande, wenn das Auktionshaus das Angebot annimmt. Im Übrigen gelten die Versteigerungsbedingungen auch für den freihändigen Verkauf.

Pflichten des Käufers, Risikoübergang

16. Der Zuschlag verpflichtet den persönlich anwesenden Bieter zur unverzüglichen Abnahme und sofortigen Bezahlung des Versteigerungsobjektes. Neben der Zuschlagssumme ist vom Käufer ein Aufgeld von 20 % zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von derzeit 19 % auf das Aufgeld (insgesamt also 23,8 %) zu zahlen. Auf den Nettorechnungspreis (Zuschlag und Aufgeld) wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % für Bilder, Originalgrafik, Plastik und Sammlungsstücke und für Kunstgewerbe und Photographie hinzugerechnet. Von der MwSt. befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer und – bei Angabe der USt-Id.-Nr. an Unternehmen in andere Mitgliedsstaaten.

17. Abwesende Erwerber sind verpflichtet, die Gegenstände unverzüglich nach Mitteilung des Zuschlages beim Auktionshaus gegen Barzahlung von Zuschlagssumme und Aufgeld inklusive der darauf entfallenden MwSt. abzuholen. Einer besonderen Aufforderung zur Abholung bedarf es nicht. Das Eigentum an den ersteigerten Gegenständen bleibt bis zur Erfüllung aller im Zeitpunkt des Zuschlages vom Erwerber geschuldeten Forderungen des Versteigerers vorbehalten.
Mit der Erteilung des Zuschlags gehen alle Risiken, insbesondere die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung auf den Bieter über, auch wenn der Erwerber die Gegenstände nicht sofort im Auktionshaus abgeholt hat. Das Auktionshaus trägt in keinem Fall eine Haftung für Verlust oder Beschädigung nicht abgeholter oder mangels Bezahlung nicht übergebener Gegenstände, es sei denn, es läge Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vor. Nicht abgeholte Gegenstände kann das Auktionshaus auf Kosten und Gefahr des Erwerbers bei einem Lagerhalter zur Aufbewahrung geben; der Erwerber wird über die Aufbewahrung unterrichtet.

18. Zahlungen sind bar in Euro oder per EC-Karte an den Versteigerer zu leisten. Ab einem Rechnungsbetrag in Höhe von 500€ ist eine Zahlung vor Ort mit Kreditkarte zuzüglich 2,9 % plus gesetzlicher Mehrwertsteuer möglich. Statt Barzahlung kann auch Zahlung durch bankbestätigten Scheck erfolgen; Schecks werden nur erfüllungshalber angenommen. Die durch Überweisung oder Scheckeinlösungen anfallenden Kosten, Gebühren und Steuern gehen zu Lasten des Erwerbers. Bei Geboten in Abwesenheit gilt unbeschadet der sofortigen Fälligkeit die Zahlung binnen 7 Tagen nach Rechnungsdatum noch nicht als verspätet; danach tritt Zahlungsverzug ein. Der Versteigerer ist berechtigt, für jede Mahnung Mahngebühren in Höhe von 10 € zu verlangen, wobei dem Käufer der Nachweis zusteht, das dem Versteigerer kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

19. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe von 1 Prozent pro Monat in Rechnung gestellt. Der Erwerber hat das Recht zum Nachweis eines geringeren oder keines Schadens beim Versteigerer. Des Weiteren kann das Auktionshaus bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages verlangen oder nach angemessener Fristsetzung vom Vertrag zurückzutreten. Im Falle des Rücktritts erlöschen alle Rechte des Bieters am Versteigerungsobjekt. Das Auktionshaus ist berechtigt, Schadenersatz in Höhe des entgangenen Aufgeldes zu verlangen. Wird der Gegenstand in einer neuen Auktion versteigert, so haftet der säumige Erwerber außerdem für jeglichen Mindererlös gegenüber der früheren Versteigerung sowie für die Kosten der wiederholten Versteigerung; auf einen etwaigen Mehrerlös hat er keinen Anspruch. Das Auktionshaus hat das Recht, säumige Erwerber von weiteren Geboten in Auktionen auszuschließen.

20. Kaufgelder und Kaufgeldrückstände sowie Nebenleistungen kann der Versteigerer im Namen des Einlieferers einziehen und einklagen.

21. Gegenüber dem Versteigerer kann der Erwerber nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte des Erwerbers sind ausgeschlossen, soweit sie nicht auf demselben Vertragsverhältnis beruhen.

Schlussbestimmungen

22. Der Bieter ist damit einverstanden, dass sein Name, seine Adresse und die Käufe für Zwecke der Durchführung und Abwicklung der Versteigerung, sowie zum Zwecke der Benachrichtigung über zukünftige Auktionen und Angebote, elektronisch vom Auktionshaus gespeichert und verarbeitet werden.

23. Diese Versteigerungsbedingungen regeln sämtliche Beziehungen zwischen dem Käufer und dem Auktionshaus Kloss. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Käufers haben keine Geltung. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen in den Versteigerungsbedingungen bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Schriftform.

24 Erfüllungsort und Gerichtsstand für den vollkaufmännischen Verkehr ist ausschließlich Berlin. Es gilt deutsches Recht; die Vorschriften des Internationalen Kaufrechts finden keine Anwendung.

25. Solange das Auktionshaus, Auktionssteilnehmer und Bieter sich nicht gegenteilig äußern, versichern sie, dass sie den Katalog und die darin abgebildeten Gegenstände aus der Zeit des Dritten Reiches nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder zu ähnlichen Zwecken versteigern bzw. erwerben (§§ 86, 86a StGB). Das Auktionshaus und die Einlieferer geben diese Objekte nur unter den vorgenannten Voraussetzungen ab. Gegenstände, deren Inhalt gegen §§ 130 130a und 131 StGB verstößt, sind von der Auktion ausgeschlossen.

26. Sollten einer oder mehrerer Bestimmungen dieser Versteigerungsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Bestimmung zu ersetzen die dem wirtschaftlichen Gehalt und dem Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt, wenn der Vertrag eine ergänzungsbedürftige Lücke aufweist.


Einlieferungsbedingungen in der Fassung vom 01.01.2011


1. Die eingelieferten Objekte sind anvertrautes Gut und bleiben bis zum Zuschlag Eigentum des Einlieferers. Sie werden ohne Kosten für den Einlieferer mit größter Sorgfalt in den Räumlichkeiten des Auktionshauses aufbewahrt und auf Kosten des Einlieferers ab Übernahme gegen Einbruchdiebstahl, Feuer, Leitungswasser und Sturm in Höhe des Schätzwertes abzüglich der vereinbarten Provision versichert. Ist nach Vereinbarung mit dem Einlieferer eine Aufbewahrung beim Spediteur oder einem sonstigen Dritten erforderlich, werden dem Einlieferer diese Kosten in Rechnung gestellt. Der Schätzwert bzw. der vorläufige Versicherungswert bei Übernahme gilt als Entschädigungshöchstgrenze.

2. Der Einlieferer versichert, dass er verfügungsberechtigter Eigentümer der zur Versteigerung kommenden Gegenstände oder berechtigt ist, im eigenen Namen für den bzw. die verfügungsberechtigten Eigentümer zu handeln. Er erklärt, jederzeit auf Verlangen des Auktionshauses die zum Nachweis des rechtmäßigen Besitzes erforderlichen Unterlagen, sei es durch Vorlage von Erwerbsurkunden, oder durch andere geeignete Dokumente, erbringen zu können. Sollten sich vor der Auktion konkrete Zweifel an der Verfügungsberechtigung des Einlieferer ergeben und dieser nicht in der Lage sein, die Zweifel rechtzeitig vor der Auktion auszuräumen, ist der Versteigerer berechtigt, den Versteigerungsvertrag aus wichtigen Grund fristlos zu kündigen. Die bis dahin entstandenen Kosten sind vom Einlieferer zu tragen. Schadensersatzansprüche des Einlieferers aus der fristlosen Kündigung sind ausgeschlossen.

3. Die Darstellung und Beschreibung der eingelieferten Gegenstände im Versteigerungskatalog bzw. im Internet durch das Auktionshaus erfolgt mit größter Sorgfalt nach Maßgabe der vom Einlieferer zur Verfügung gestellten Informationen. Das Auktionshaus haftet hinsichtlich der Darstellung der eingelieferten Gegenstände in Text und Bild nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Der Einlieferer übernimmt für alle Angaben, die sich auf Echtheit, Ursprung, Alter, Größe und andere zugesicherten Eigenschaften der von ihm eingelieferten Objekte beziehen die alleinige Haftung und Gewährleistung gegenüber dem Ersteigerer (Käufer). Sollte sich nach der Einlieferung herausstellen, dass Angaben des Einlieferers nicht den Tatsachen entsprechen sowie Fälschungen oder andere Manipulationen festgestellt werden, ist das Auktionshaus zur außerordentlichen Kündigung des Einlieferungs- und Versteigerungsvertrages berechtigt.

4. Die zur Versteigerung kommenden Gegenstände werden durch das Auktionshaus Kloss geschätzt. Der Schätzwert wird im Katalog angegeben. Dem Einlieferer ist bekannt, dass die Schätzung von Kunstgegenständen und antiken Objekten mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist. Das Auktionshaus kann deshalb für die Richtigkeit der vorgenommenen Schätzung keine Gewähr übernehmen, es sei denn, dass dem Auktionshaus Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.

5. Einlieferer und Auktionshaus können schriftlich vereinbaren, dass die eingelieferten Gegenstände durch Dritte auf Echtheit und Erhaltungszustand geprüft werden; dazu können vom Auktionshaus Prüfgutachten durch Sachverständige in Auftrag gegeben werden. Der Einlieferer erklärt sich durch die Vereinbarung damit einverstanden, dass der Prüfer die nach den Richtlinien des jeweiligen Verbandes anerkannten, notwendigen Maßnahmen für die Prüfung ergreift. Kosten und alle damit verbundenen Auslagen fallen dem Einlieferer zur Last.

6. Versteigerung und freihändiger Verkauf erfolgen durch das Auktionshaus als Agent im Namen und auf Rechnung des Einlieferers. Der Versteigerer ist ermächtigt, die Versteigerung gemäß den Versteigerungsbedingungen des Auktionshauses Kloss in der Fassung vom 01.01.2011 durchzuführen.

7. Der Einlieferer hat das Recht, im Einlieferungsvertrag Mindestzuschlagpreise (Limite) vorzugeben. Der Limitpreis gilt als Richtlinie für den Zuschlag bzw. den freihändigen Verkauf. Falls vom Einlieferer keine Limite festgesetzt sind, kann der Ausruf zum halben Schätzpreis erfolgen. Der Vorschlag in der Versteigerung erfolgt bestmöglich. Der Versteigerer ist berechtigt, auch auf ein Gebot unter dem Limit den Zuschlag zu erteilen. Erfolgt der Zuschlag mehr als 10 % unter dem Limitpreis, erfolgt der Zuschlag unter Vorbehalt; der Versteigerer braucht diese Differenz nicht zu erstatten. Der Bieter bleibt in diesem Fall vier Wochen an sein Gebot gebunden. Hat der Einlieferer keinen Limitpreis festgesetzt, so erteilt der Versteigerer den Zuschlag nach pflichtgemäßem Ermessen. Eine Bindung an den vom Auktionshaus genannten Schätzpreis besteht nicht. Gold und Silbersachen dürfen unter ihrem Gold- und Silberwert zugeschlagen werden. Die Einlieferung von Orientteppichen, Brücken und anderen Textilien kann nur in chemisch gereinigtem Zustand vorgenommen werden. Die Kosten trägt der Einlieferer.

8. Der Versteigerer übernimmt den Einzug des Versteigerungserlöses, die Übertragung des Eigentums an den versteigerten Gegenständen sowie die Wahrnehmung aller hiermit zusammenhängenden Rechte und Handlungen. Der Einlieferer tritt seine Ansprüche gegenüber dem Käufer an den Versteigerer zu diesem Zwecke ab. Die Versteigerungsabrechnung erfolgt 4 - 6 Wochen nach der Versteigerung vorbehaltlich erfolgter Zahlung und Übernahme der ersteigerten Gegenstände durch den Versteigerer. Die Höhe der Provision für den Versteigerer ist im Einlieferungs- und Versteigerungsvertrag zu vereinbaren. Zusätzlich zur Provision sind für die Katalog- und Fotokosten sowie Werbemaßnahmen pro eingelieferten Posten je nach Größe zwischen EUR 10,00 und EUR 100,00 zzgl. der gesetzlichen MwSt. zu zahlen. Auf Wunsch können auch einzelne Fotos per E-Mail versandt werden. Die Kosten hierfür betragen EUR 3,00 pro Foto. Die Fotos werden erst nach Zahlungseingang versendet. Der pauschale Aufwendungsersatz wird auch dann berechnet, wenn der Einlieferer den Versteigerungsvertrag vor Durchführung der Auktion zurücknimmt. Einwendungen gegen die Abrechnung sind innerhalb von zwei Wochen Nach Abrechnungseingang beim Einlieferer schriftlich geltend zu machen. Soweit die vorstehenden Einlieferungsbedingungen keine besonderen Vorschriften enthalten, ist die Haftung des Versteigerers, gleich aus welchem Rechtsgrund, auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit seiner gesetzlichen Vertreter und der Vertreter und Erfüllungsgehilfen beschränkt.

9. Wird der eingelieferte Gegenstand in der Auktion nicht versteigert und ist er nach drei Wochen trotz der Benachrichtigung des Auktionshauses vom Einlieferer nicht abgeholt worden, ist der Versteigerer berechtigt, den Gegenstand in einer der nächsten Auktionen zum halben Schätzpreis zu versteigern. Sollte der Gegenstand in Auktionen innerhalb von 12 Monaten nach Einlieferung nicht versteigert worden sein, ist der Versteigerer zur freihändigen Verkauf nach seinem Ermessen oder der Überlassung des Gegenstandes für karitative Zwecke berechtigt.

10. Soweit die vorstehenden Vertragsbedingungen keine besonderen Vorschriften enthalten, ist die Haftung des Versteigerers, gleich aus welchem Rechtsgrund, auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit , auch für Erfüllungsgehilfen und Vertreter, beschränkt. Für fahrlässiges Verhalten des Versteigerers, seiner Erfüllungsgehilfen und Vertreter haftet der Versteigerer nur, soweit eine Kardinalpflicht verletzt und der Schaden vorhersehbar gewesen ist.

11. Für den Einlieferungs- und Versteigerungsvertrag gilt deutsches Recht. Erfüllungsort ist Berlin. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten, auch Scheck- und Wechselklagen, ist Berlin.